Neubau Kaminanlage

Kaminkassetten Ratgeber

Sie besitzen bereits einen offenen Kamin, können allerdings mit dem Begriff der Kaminkassette erstmal wenig assoziieren?
Dann gibt es für Sie zwei Möglichkeiten. Entweder Sie informieren sich direkt bei „Der Kamindoktor“ und erhalten eine Fachberatung von kompetenten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, oder Sie lesen sich erst einmal unseren Kaminkassetten Ratgeber durch, welcher alle wichtigen Informationen enthält.

Bauart

Es gibt zwei verschiedene Bauarten, die Kaminkassetten unterscheidet.

1) Geschlossene Betriebsweise

Diese Bauart zeichnet sich dadurch aus, dass die Feuertür immer geschlossen ist (außer bei direkter Bedienung).  In den meisten Fällen schließt diese Bauweise die Türen, nach dem Loslassen, durch Federkraft selbst. Diese Funktion dient zum Schutz, da selbst bei einer falschen Bedienung kein Sicherheitsrisiko besteht. Der Schließmechanismus ist hier also konstruktionsbedingt.

2) Offene und geschlossene Bauweise

Die Alternative zur Bauart 1 ist eine Bauweise, die sowohl mit offener als auch geschlossener Feuertür betrieben werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass diese Bauweise einem offenen Kamin gleicht und somit an einen Schornstein angeschlossen werden muss. Außerdem braucht das Heizen mit offener Feuertüre mehr Verbrennungsluft.

Brennraum

Der Brennraum ist der Ort in einer Kaminkassette, in denen die höchsten Temperaturen vorherrschen. Hier findet die Verbrennung der Brennmaterialien statt.

Funkenschutz

Ein Funkenschutz kann beispielsweise in Form eines Funkengitters angebracht werden, welches vor dem Kamin montiert wird, um einen möglichen Funkenflug abzufangen. Diese Gitter können aus Stahl oder auch aus feuerfestem Glas bestehen.

Gussplatten

Gussplatten dienen häufig als Material um Brennräume auszukleiden. Sie bewirken einen dunkleren Brennraum. Generell ist es auch möglich den Brennraum mit Schamottestein oder Skamolplatten auszustatten.

Heizwert

Dieser Wert bezeichnet die Energiemenge, welche das Brennmaterial im Verbrennungsprozess freigibt und wird in kWh/kg angegeben.

Holzbriketts

Holzbriketts können als Brennmaterial genutzt werden. Die Nutzung dieser kann die Brennstoffmenge vermindern, da sie eine sehr geringe Restfeuchtigkeit besitzen. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Briketts aus unbehandeltem Holz bestehen sollten, da sie andernfalls durch Chemikalien die Kaminkassette schädigen können.

Holzverbrennung

Der Vorteil an einer Nutzung von Holz als Brennstoff ist, dass der CO2 Verbrauch sich durch das Freisetzen bei der Verbrennung und dem Wachstum neutralisiert.

Mehrfachbelegung

Von einer Mehrfachbelegung wird dann gesprochen, wenn mehrere Feuerstätten an einen Kaminzug angeschlossen werden. Hierfür ist allerdings bei Kaminkassetten die Bauart 1 Bedingung.

Revisionsöffnung

Diese Öffnung dient dafür den Ruß, der sich auf der Heizkassette ablagert, säubern zu können.

Schamottesteine

Es handelt sich hierbei um gebrannte Tonsteine, welche als Auskleidungsmaterial für den Brennraum dienen können. Allerdings besteht eine große Gefahr durch herauslösende Stücke, welche in den Brennraum fallen könnten und somit den Mantel der Kaminkassette beschädigen können.
Aus diesem Grund werden meist Guss- oder Skamolplatten genutzt.

Scheibenbelüftung

Die Belüftung der Scheibe dient dafür, dass sich keine Rußpartikel auf der Scheibe absetzen. Dies funktioniert durch die sog. Sekundärluft, welche einen „Vorhang“ von sauberer Luft bildet und somit verhindert, dass sich der Ruß an der kälteren Scheibe niederlässt.

1) permanent

Eine permanente Scheibenbelüftung liegt vor, wenn oben benannte Funktionsweise stetig stattfindet. Falls der Kamin nicht betrieben werden sollte, ist es möglich, dass warme Raumluft für die Scheibenbelüftung abgezogen wird.

2) einfach

Die einfache Scheibenbelüftung zeichnet sich dadurch aus, dass die Sekundärluft ausschließlich von oben eingeleitet wird. Somit wird zum Großteil auch nur der obere bzw. mittlere Teil der Scheibe von Ruß befreit.

3) doppelt

Um die ganze Scheibe von Ruß befreit zu halten, aber keine permanente Scheibenbelüftung zu nutzen, ist eine doppelte Scheibenbelüftung notwendig. Bei diesem System wird die Sekundärluft sowohl von oben, als auch von unten eingeleitet.

Skamolplatten

Skamolplatten bilden eine Alternative, zu Gussplatten und Schamottesteine, zur Auskleidung des Brennraums. Sie bestehen aus Vermiculit. Sie zeichnen sich durch eine gute Isoliereigenschaft und einer guten Wärmereflexion aus.

Tipps für Insider:

Bei tieferführenden thematischen Fragen wenden Sie sich am besten direkt an das kompetente Team von „Der Kamindoktor“
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0951/18073890